The Rottweil Laws: Was man von unperfekten Lehrern lernen kann

Am Wochenende habe ich ein Seminar bei Bernhard Trenkle in Rottweil besucht: The Rottweil Laws / Train the Trainer Seminar mit Bernhard, Jeff Zeig aus den USA, Norbert Wölbl und Prof. Angelika Schlarb. Es war spannend, aber was lässt sich lernen wenn man folgendes Lernziel zu Grunde legt: Using Ericksonian Hypnosis to increase teaching effectiveness

Ehrlich gesagt war eine Motivation auch, sich in den Geist einer von Bernhard organisierten Veranstaltung zu bewegen. Man kann sicher sein, dass man interessante Leute trifft (die einen in dem Fall auch noch kennen 😉 ) und selbst wenn die Inhalte mal etwas zu wünschen übrig lassen, kann man sich auf die aktive Mithilfe der Teilnehmer verlassen.

Das ist übrigens gleich ein wichtiger Lernpunkt… Hier aber drei meiner persönlichen Highlights aus dem Seminar:

1. Der unperfekte Lehrer…

Es ist spannend was passiert wenn jemand nicht genau das tut, was er predigt. Es entsteht so etwas wie kognitive Dissonanz. Und so wurden die dargebotenen Inhalte vielleicht sogar noch einmal mehr auf ihre Tauglichkeit geprüft – oder Antworten auf die Frage entwickelt: Was hat das mit mir und meinem Lehrstil zu tun?

2. Geschichten lehren…

Das unheimliche Repertoire der Geschichten, durch die sich der Lehrstil von Bernhard und Jeff auszeichnen ist schon ein richtiger Schatz. Zur richtigen Zeit angewandt kann das wirklich sehr viel ändern. Für die Führungskräfteentwicklung, die ich ab morgen in Finnland durchführe habe ich mich schon an zwei gute Geschichten erinnert, die ich einfließen lassen möchte. Allerdings glaube ich auch, dass ein „Zuviel des Guten“ für Langeweile und Irritation sorgen würden. Jedenfalls bei dem was ich so den ganzen Tag tue. Oder es ist eine Projektion und mir würde es langweilig werden 😉

3. Ein echtes Highlight zum Schluss…

Vielleicht schon etwas „eingelullt“ durch den hypno-orientierten Vortragsstil von Bernhard und auch Jeff war ich am frühen Sonntag Morgen ein wenig skeptisch, wie der dritte Tag des Seminars verlaufen würde. Und sie haben tatsächlich umgesetzt, was sie selbst predigen: Ende mit einem Highlight am Schluss: Norbert Wölbl ist richtig gut gestartet mit seinem Thema Marketing. Mit seiner zurückhaltenden Art und seinem sparsamen Medieneinsatz (nur Flipchart) hat er gerade trotzdem alle erreicht. Und Angelika Schlarb hat demonstriert wie man das auch mit eigener Power und dazu gehörigem Power-point schafft. Sie hat sehr schön demonstriert, wie man mit eigener Begeisterung die Teilnehmer ansteckt…

Vier Modelle, die sich über die Inhalte hinaus als Projektionsfläche angeboten haben. Schön, inspirierend. Über eine Fortsetzung des Seminars mit vielen Übungen würde ich mich freuen…

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