Schlagwort: Leben

Jetzt war es längere Zeit still in meinem Blog. Aber nicht in meinem Kopf und um mich herum. Wie so viele war ich „beschäftigt“. Gefühlt sogar jede Minute meines Wachzustandes. Und was habe ich da getan? Ich habe mich konzentriert: Auf das was vor mir liegt, auf das was es zu gestalten gibt, auf die Menschen, die mich jeden Tag umgeben. Ich war damit beschäftigt mich zu fokussieren mit klaren Prioritäten und dabei hat der Blog etwas gelitten. Das ist eigentlich fast in jedem Herbst so, aber in diesem konnte ich nicht mal mehr mein selbst gewähltes Mindestmaß an dieser Art der Kommunikation mit der Außenwelt durchführen. Gefühlt war ich immer mehr damit beschäftigt zu überleben statt zu leben und das ist aus meiner Sicht eine falsche Richtung, ein grober Fehler. Für den Einzelnen genau so, wie für Familien und Organisationen…

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Aus aktuellen Anlässen möchte ich heute ein Thema anschneiden, das mich in den letzten Tagen sehr bewegt: Es sterben Menschen, die mit mir mehr oder weniger verbunden sind oder sie waren dem Tode so nahe, dass nicht mehr viel gefehlt hat. Irgendetwas hat mich ganz anders berührt als sonst:
Vielleicht ist es nur die Tatsache, dass sich einzelne Ereignisse besser verarbeiten lassen und ich fühle mich überwältigt von der Menge der schlechten Nachrichten.
Oder es ist die Dramatik und gefühlte Ungerechtigkeit, dass sogar Kinder in jungen Jahren elendig sterben, ohne dass sie werden konnten, was in Ihnen als Potenzial schlummerte und die Erwachsenen auf ihren guten Wünschen als abgewertete Illusionen sitzen bleiben.
Oder es ist die Angst vor dem Prozess des Sterbens, der sehr qualvoll von außen betrachtet sein kann.
Als Berater in Veränderungsprozessen bin ich gewohnt für Menschen Prozesse des Abschieds zu inszenieren. Meistens wartet dann auf der anderen Seite etwas Neues. Beim Sterben kann man da nicht sicher sein. Und selbst Gläubige entdecken bei einer Nahtoderfahrung ihren Unglauben und reagieren mit Angst und unbändigem Lebenswillen.
Im Mai veranstalten wir unseren Kongress „der Biographiefaktor“ in München. Ich hatte mir selbst als Referent und „Joker“ (quasi Ersatzmann) überlegt, welches Thema ich vorbereiten will. Heute ist es mir klar geworden: „Leben im Bewusstsein des Todes.“ Dieser doppeldeutigen Botschaft würde ich gerne im Andenken an einen lieben Freund meine eigene Interpretation verleihen und über die Bedeutung von Sinn im Prozess des Werdens und Vergehens referieren, Gedankenexperimente und Reflexionen anbieten, die mir in den letzten Tagen durch den Kopf gingen. Das Ergebnis? Ich zeigen wie ein Bewusstsein des Todes das Leben und den Lebensweg verändert und auf eine andere Art lebbar und gestaltbar macht. Am Ende geht es darum, im Leben nicht dem Tod zum Opfer zu fallen. Ein Workshop nicht nur für den Kopf, sondern für die Seele…

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Persönliche Weiterentwicklung in Professions-, Organisations- aber auch Privatwelten beschäftigt mich schon mein ganzes Leben. Für mich ist es sehr interessant zu lernen oder für andere Lerngelegenheiten zu schaffen. Für Organisationen ist Lernen von Mitarbeitern nicht nur Selbstzweck, sondern stärkt die Lebens- und Innovationsfähigkeit der Organisation. Und auch für gesellschaftliche Bezüge ist Lernen und Entwicklung enorm wichtig. Die Frage ist dann: Von wem kann man denn lernen? Ich selbst bin kein Mensch, der vollständig im Zen-Buddhismus aufgeht, sondern sich davon bei Gelegenheit wie von anderen Strömungen inspirieren lässt. Insofern entspricht mein Bild eines Zen Meistens vielleicht eher ein Stereotyp. Wenn ich ein „Jobprofil“ erstellen müsste, dann würde ich darin auflisten: Unendliche Übung, ein gewisses Lebensalter und Erfahrung, sowie ein Erleben der „Erleuchtung“. Was das mit meiner Privatwelt zu tun hat, erfahren Sie hier…

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Nach dem letzten Artikel war der Eindruck dieses kleinen Unfalls immer noch tief in mir. Nicht nur körperlich war ich erschüttert, sondern auf eine besondere Art stand ich die letzten Tage immer wieder neben mir um zu sondieren, zu prüfen, zu ergründen, dem Ganzen nach-zudenken. Bis mir heute etwas Interessantes dazu einfiel: Ich komme auf einen Gedanken und ein Lebensgefühl zurück, das mich in seiner Fülle und auch in seinem Wechselbad immer wieder maßlos erstaunt: Die Führung durch das Leben.

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Rückblick auf das 2. Symposium der systemischen Peergroup München

Bald ist es wieder so weit: Das 3. Symposium der Münchner Peergroup kommt bald!
Am 14. Januar 2012 werden die Peers 12 Workshops anbieten um systemische Interventionen und Konzepte praktisch erlebbar zu machen. Das allein ist schon richtig toll, weil mich das jedes mal davon überzeugt, dass diese lebendige Community als Gruppe wirklich etwas zu bieten hat.

Besonders jedoch freut es mich, dass es uns gelungen ist Dr. Harry Merl zum Symposium zu holen, der die Key Note im Plenum für uns halten wird. Harry ist aus meiner Sicht einer der systemischen „Weisen“, der allein schon aufgrund seiner Biographie und mit seiner Intervention, dem „Gesundheitsbild“ Wege zu einer gesunden Gesellschaft anbietet. Nebenbei ist es eine Freude, seiner charmanten österreichischen Art zuzusehen und zu lauschen. Ich ertappe mich immer wieder bei dem Gedanken: Wenn ich mal 78 bin, dann nach seinem Vorbild…

Weitere Informationen und Anmeldung hier: http://www.berater-stark-machen.de/

Führung ist für mich ein elementares berufliches Thema. Ich darf mit Führungskräften arbeiten und fühle mich verantwortlich für Lernprozesse nach denen sich meine Teilnehmer ihren Führungsaufgaben wesentlich besser stellen können. Viel zu oft erlebe ich Unternehmen, die gerne von uns Trainern möchten, dass wir den Führungskräften sagen wie es geht und sie mit Rezepten vertraut machen. Oder noch besser: Unsere eigene Führungserfahrung einbringen. Ich habe von beidem eine Menge: Viele Rezepte, viel eigene Führungserfahrung. Und eigene Lernerfahrung, denn ich lerne heute noch, mache meine Fehler, bin nicht der perfekte Chef.

Der beste Lehrmeister aus meiner Sicht ist jedoch das Leben selbst, wenn man offen ist solche Lernerfahrungen zu akzeptieren und sie in sein eigenes Denken & Handeln einfließen zu lassen…

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