Kategorie: Persönlichkeitsentwicklung

Hier gebe ich euch ein Beispiel für ein kleines Ritual, das ihr für euch vielleicht ebenso nutzen könnt, wie mir das erst letzte Woche nützlich war.
Diese Vorgehensweise verdanke ich meinem Lehrtrainerkollegen Wolfram Jokisch am isb, mit der er uns alle einmal inspirierte. Vielmehr sorgte er dafür, dass wir uns die Inspiration im Selbst abholen konnten.
Die Intervention ist eigentlich ganz einfach und vielleicht gerade deshalb nicht leicht. Das eigene Erleben wird auch geprägt sein, durch unsere inneren Glaubenssätze, wie sowas abläuft oder „wirkt“, deshalb empfehle ich euch eine Übersetzung in euer eigenes Innenleben. Ich möchte den Ablauf so neutral wie möglich schildern, ausmalen dürft ihr ihn dann selbst.

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Wenn ich auf meine eigene Biographie schaue, dann hat es relativ lange gedauert, bis ich wirklich Lebens-Unternehmer wurde, obwohl ich immer schon spürte, dass es für mich in diese Richtung gehen muss. Es gab schon einige Gehversuche, aber erst kurz vor meinem 40ten Geburtstag stand ich wirklich auf eigenen Beinen. Wenn ich mir die aktuellen Herausforderungen so ansehe und die enorme Veränderungsgeschwindigkeit betrachte, dann ist es jetzt Zeit, jungen Menschen eine Entwicklungsmöglichkeit zu bieten, die ich vielleicht selbst gerne gehabt hätte.

Wir möchten junge Menschen mit einem ersten Abschluss (z.B. Bachelor) oder einer Ausbildung und erster Berufserfahrung zu einer Unternehmergemeinschaft zusammenbringen und Ihnen dafür 3 mal 1 Ausbildungswoche Starthilfe geben.
Wichtig ist, dass wir vor allem systemisches Unternehmer-Knowhow anwenden und damit die gemeinsame Lernzeit sehr praxisnah gestalten wollen. Erfolgreiche Unternehmer haben aus meiner Sicht nicht nur eine tragfähige, von allen geteilte Idee, sondern formen ein Team, das mit einem besonderen Teamgeist eine Unternehmenskultur entwickelt, die eine erfolgreiche Gründung und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung fördert.
Im Zentrum steht allerdings nicht die Ausbildung, sondern die erfolgreiche Unternehmensgründung, die wir anschließend als Coaches und Gesellschafter weiter begleiten.
Was für ein Unternehmen gegründet werden soll, hängt von den Fähigkeiten und Ideen der Beteiligten ab. Denkverbote gibt es erst einmal nicht.

Meine persönliche Kernfrage dabei ist:
Welche unternehmerische Antwort finden wir auf ein Kernproblem dieser Welt?

Jetzt sind wir auf der Suche nach zukünftigen Unternehmerpersönlichkeiten, die nicht nur gute Ideen entwickeln und umsetzen wollen, sondern in gesellschaftlicher Verantwortung einen Mehrwert generieren möchten.

Es geht darum etwas in die Welt zu bringen, mit dem sich alle Beteiligten zu 100% aufgrund von gelebten Werten identifizieren können. Unternehmerische Antworten dürfen sich natürlich auch lohnen. Das Ziel ist nicht ein Hobby oder ehrenamtliches Projekt zu betreiben, sondern auch vom eigenen Unternehmen leben zu können. Gutes und humanes Wirtschaften und betriebswirtschaftliches Wissen gehört also auch dazu, allerdings als „Enabler“ der Unternehmung und nicht als primärer Unternehmenszweck.

Ich habe selbst in den letzten 25 Jahren viele unterschiedliche Unternehmen auf mehreren Kontinenten gesehen und freue mich darauf, mein Wissen einzubringen, systemische Haltungen und Vorgehensweisen zu vermitteln und offen zu sein, was wir gemeinsam an Neuem entdecken.

Mit anderen Worten: Ich bin gespannt auf die gemeinsame Lernreise.
Hier geht es zur system worx project 1 Webseite: https://www.project1.system-worx.de/
Hier geht es zum YouTube Video: https://www.youtube.com/watchtime\_continue=24&v=LKZgHgwA2xI]

Zur Anmeldung für den Orientierungstag geht es hier: https://www.project1.system-worx.de/about

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Vor einigen Jahren habe ich einen Artikel zum Thema „Führung durch das Leben“ geschrieben. Ich verstehe diese Worte in zwei Bedeutungen: Einerseits geht es darum, das Leben zu führen, aber auch anzuerkennen, dass das Leben einen führt. Für mich ist seither die Erkenntnis, dass sich diese beiden Pole auf die Lebensführung nicht gegenseitig ausschließen müssen, sondern dass auch beides sein kann und darf. Lediglich die Dosis des einen und des anderen haben wir selbst nur beschränkt in der Hand.

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Im Internet kursieren seit einiger Zeit sogenannte „Life Hacks“. Auf [Wikipedia] kann man nachlesen, dass es sich um „Lebens-Kniffe“ handelt, also einfache Regeln oder Verhaltensweisen, bei denen das Leben insgesamt einfacher wird. Als Systemiker gibt es für mich eine ganze Klasse von „Life Hacks“, die das Leben grundsätzlich und in wenigen Augenblicken verändern können, die sich auf die gelebte innere Haltung beziehen. Wer es schafft seine innere Haltung sich selbst und auch anderen gegenüber zu steuern, der kann das Leben selbst führen. Und weil mich die „Führung durch das Leben“ (Achtung, doppeldeutig!) schon immer sehr interessiert hat, hier ein Life Hack, der wahrscheinlich mehr als das, vielleicht sogar schon ein Life Style ist:

In Zeiten von Smart Phones, Facebook, Multitasking und Werbung überall, sind wir als Menschen (heraus-)gefordert, mit unserer Aufmerksamkeit zu haushalten. Und das zu Recht, denn Aufmerksamkeit steht uns zwar täglich neu zur Verfügung, aber in gerichteter Art und Weise nur endlich. Ist die direkte Aufmerksamkeit aufgebraucht, ermüden Menschen oder streben nach Ablenkung. Da sei die Frage erlaubt, wie ein Mensch dann in so einer Situation sein Smart Phone benutzt, denn wenn er in solch unbedachten Momenten quasi als Unterhaltung sich von den Reizen der kleinen Zeitsparbüchse leiten lässt, dann sorgt das dafür, dass der eigene Fokus verloren geht. Im übrigen kann man auch in Unternehmen (ich empfehle da am besten Konzernwelten) an bestimmten Arbeitsplätzen seinen Arbeitsrhythmus von den eingehenden Mails in der Inbox diktieren lassen. Anscheinend ist der Mensch in Zeiten der Digitalisierung auch nur dann modern, wenn er in allen sozialen Medien präsent und „always on“ für alle verfügbar ist. Für alle, denen in ihrem Leben etwas fehlt möchte ich einen anderen Vorschlag machen:

Wie wäre es, sich wieder in der Tiefe mit wesentlichen Themen zu beschäftigen? Ja, vielleicht haben wir das alle zuletzt während unseres Studiums gemacht. Da gab es auch noch keine Smart Phones. Ich erinnere mich an ganze Tage in der Universitätsbibliothek in Tübingen oder auch in Seattle, an denen ich mich voller Konzentration dem Studium von wesentlichen Themen förmlich hingegeben habe. Ja, am Ende ging es darum eine Prüfung zu bestehen, aber vorher stand die Absicht zu verstehen. Wie viel Zeit nehmen wir uns in Zeiten unablässiger Kommunikation und Open Offices uns wirklich wesentlichen Themen zu widmen? Was ich schon lange in mir spüre – den Drang und die Sehnsucht mich wirklich in interessante systemische Themen zu versenken und damit auch produktiv zu werden, z.B. durch Schreiben – wurde mir gerade erst wieder sehr bewusst. Und vielleicht unterscheidet uns Menschen diese Fähigkeit in der Tiefe fokussieren von den Maschinen um uns, die in Lichtgeschwindigkeit rechnen können. Mein Selbstversprechen für die nächste Zeit ist jedenfalls die, mir mehr Zeit von fokussierter Versenkung ohne Ablenkung zu erlauben und mich zeitweise von der Welt zu entkoppeln ohne mich davon zu verabschieden. Für mich ein Weg wesentlicher, inhaltsorientierter Produktivität. Der erste Schritt wird sein, mir für diese Zeit auch achtsam Ziele zu wählen, die den größten Sinn für mich ergeben und auch da nicht an der Oberfläche zu bleiben.
Was mich dabei übrigens mehr anregt und aufregt ist ein Buchtipp, den ich euch gerne weitergebe. Achtung, es ist ein amerikanisch-englisches Buch, deshalb ist es wahrscheinlich auch immer mal wieder *sehr* plakativ. Und das schmälert seinen Wert für mich überhaupt nicht.
Deep Work: Rules for Focused Success in a Distracted World
Viel Erfolg bei euren eigenen Vertiefungsversuchen wünsche ich euch…

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Jetzt war es längere Zeit still in meinem Blog. Aber nicht in meinem Kopf und um mich herum. Wie so viele war ich „beschäftigt“. Gefühlt sogar jede Minute meines Wachzustandes. Und was habe ich da getan? Ich habe mich konzentriert: Auf das was vor mir liegt, auf das was es zu gestalten gibt, auf die Menschen, die mich jeden Tag umgeben. Ich war damit beschäftigt mich zu fokussieren mit klaren Prioritäten und dabei hat der Blog etwas gelitten. Das ist eigentlich fast in jedem Herbst so, aber in diesem konnte ich nicht mal mehr mein selbst gewähltes Mindestmaß an dieser Art der Kommunikation mit der Außenwelt durchführen. Gefühlt war ich immer mehr damit beschäftigt zu überleben statt zu leben und das ist aus meiner Sicht eine falsche Richtung, ein grober Fehler. Für den Einzelnen genau so, wie für Familien und Organisationen…

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Es scheint ein Phänomen der letzten 10-15 Jahre zu sein, dass Burn-out in der heutigen Arbeitswelt immer mehr zugenommen haben. Oft wird das erklärt mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte, die sie schlicht überfordern. Das kleine Buch von Byung-Chul Han ist mit seinen 70 Seiten eher ein Essay, der es in sich hat und einmal andere Perspektiven anbietet. An mancher Stelle lädt er dadurch zum Widerspruch ein, an einigen zum Nachdenken…

Müdigkeitsgesellschaft (Kleine Reihe)

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Das war ein Ausspruch meiner Tochter, der mich einfach mal ziemlich verblüfft hat. Dass eine bald 4-jährige zu so einer Reflexion fähig ist finde ich grandios.

Natürlich hat sie recht: Ich bin als Vater häufig damit beschäftigt, einzuschätzen ob sie bestimmte Dinge kann oder nicht. Ob es sich um die Bewältigung eines Klettergerüstes handelt oder ob das Eis ohne Geschlabber in den Mund passt oder auch die Verkehrssituation zu einer kleinen Verkehrsteilnehmerin mit Laufrad passt, ja, auf diese Einschätzung verwende ich oft meine Aufmerksamkeit. Dabei lasse ich allerdings manchmal (wie in der Situation in der sie mir diese Analyse zum Besten gab) außer Acht, dass sie sich ja ständig weiter entwickelt! Es vergeht keine Woche (und wenn ich genau nachsehe kein Tag) ohne Entwicklung. Woran bemerke ich, dass sie es nicht kann oder nicht kann? Oder vielleicht ist sie damit beschäftigt es zu lernen, aber kann es einfach nicht so wie ich das erwarte? Dieser Satz macht mich noch ganz anders nachdenklich. Zwar sind meine Mitarbeiter und Kollegen nicht meine Kinder, aber sie entwickeln sich auch. Kann ich können von nicht können wirklich auseinander halten? Und vielleicht lohnt es sich, dazu im Kontakt und Dialog zu sein…

Es gibt Führungskräfte, deren Lebensmythos ist sehr stark davon geprägt, sich selbst mit eigenem Engagement in die Organisation einzubringen. Mit großer Treffsicherheit werden Veränderungsbereiche identifiziert und mit eigener Power die Veränderungen angeschoben. Sie verwechseln sich mit der Organisation und projezieren ihren eigenen Krafteinsatz auf das, was es zu gestalten gilt. Wer so handelt darf für einen solchen Sprint nicht all zu viel Zeit brauchen, denn Veränderungen wollen bewältigt, umgesetzt, verinnerlicht werden und wenn die Ergebnisse nicht sichtbar werden ist die Zeit für Veränderung auch irgendwann vorbei.

Vielleicht geht das auch noch, so lange man genügend eigene Energie zur Verfügung hat, mit der man das System formt. Was, wenn die Kraft für die Veränderung abebbt? Die eigenen Reserven und auch der Wille zu immer neuen Kraftakten zu Wellen der Veränderung nimmt mit der Zeit ab. Langfristige Gestaltung, Nachhaltigkeit und schrittweiser kontinuierlicher Ausbau sind ab einem bestimmten Lebensalter einfach die attraktivere Variante. Vielleicht eine Disziplin des Veränderungsmanagements, die man dann neu lernen muss… So hat eben alles seine Zeit im Leben und nicht jede Veränderungsmüdigkeit ist gleich ein Burnout. Vielleicht manchmal auch eher die Vorstufe einer neuen Weisheit.

P.S. Das Lebensphasenmodell verdanke ich meiner Kollegin Dr. Cornelia von Velasco

„Viele Menschen leben ihr Leben so, als ob sie noch ein Zweites im Schrank hätten.“ Ich weiß nicht mehr, ob dieser Satz Bernd Schmid zu zu ordnen ist oder einem seiner Lehrer Eric Berne.  Ich erinnere mich an einige Gespräche rund um dieses Phänomen mit meinen Kollegen und auch mit Bernd. Persönlich sehe ich gerade, was passiert, wenn Menschen bis in die letzten Lebensjahrzehnte hinein nach diesem Motto gelebt haben und plötzlich ein Ereignis auftaucht in Form einer raschen tödlichen Krankheit, mit der alles viel schneller als geplant ein Ende hat.

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