Schlagwort: Organisationsentwicklung


Endlich haben wir das nächste Video aus der Reihe „Learning Conversations“ fertig. Es handelt sich um das Thema „Regiebasierte Organisationsentwicklung“ mit Jaakko Johannsen. Wir explorieren im Gespräch die Hintergründe zu seinem gleichnamigen Whitepaper auf unserer Mediathek: http://blogs.system-worx.de/unternehmen/regie-basierte-organisationsberatung/

Den Einstieg finden wir zur Theatermetapher, die wir als in erster Linie als Instrument der Selbststeuerung in Organisationsentwicklungsprojekten begreifen. Der Artikel ist insbesondere für unsere Beraterkollegen und auch Teilnehmer an unseren OE-Ausbildungen aber auch für Entscheider interessant, die Berater einsetzen wollen.

Ich erinnere mich noch gut an 2008, das wunderbare Jahr, in dem meine Frau mir das Ja-Wort gab, in dem wir aber auch alle miteinander an einer der schlimmsten Katastrophen in der Finanzwelt vorbeigeschrammt sind. Ich war gerade ein Jahr selbständig und am Auftragsrückgang wurde deutlich, dass viele Unternehmen schon sehr beeinträchtigt waren. Wenige Monate später schossen dann die Krisenberatungsprojekte, wie Pilze aus dem Boden, die Krise schien ausgestanden und langsam kehrte dann auch in meiner beruflichen Umwelt „business as usual“ ein. Und genau da liegt das Problem.

Unter Bankern: Eine Spezies wird besichtigt

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Seit gestern lernen wir wieder von einander. Die system worx Summer School ist schon seit Jahren das Kulturelement, das in der Sommerpause das Frühjahr vom Herbst trennt und uns gemeinsam die Möglichkeit gibt, voneinander zu lernen. Jeder bereitet ein oder zwei Themen vor und alle lernen. So bekommt jeder mindestens 9 Themen mit und kann sein eigenes vertiefen. Mein Eindruck ist, dass ich als Berater erst richtig gut wurde als ich anfing mein Knowhow in den systemischen Ausbildungen weiterzugeben.

Gestern war ein wesentliches Thema: „Diversity Management“. Für manche vermeintlich ein alter Hut, aber wir haben die Perspektiven und Modelle auf uns selbst angewandt. Und hier in stark vereinfachter Form die Aussagen der Altersjahrzehnte, die es bei system worx gibt:

Das Motto der 20-29 Jährigen lautet:    Alles oder nix!

Das Motto der 30-39 jährigen lautet:    Alles unter einen Hut!

Das Motto der 40-49 jährigen lautet:    Wenn nicht jetzt, wann dann?!

Das Motto der 50-59 Jährigen lautet:    Alles was noch geht in die Welt bringen…

Wie wir darauf gekommen sind ist noch spannend und wird an anderer Stelle beschrieben 😉
Stay tuned for more insights…

Seit einigen Tagen gibt es das Buch Systemische Organisationsentwicklung: Change und Organisationskultur gemeinsam gestalten
zu kaufen. Für mich als Mitautor war das nicht nur ein Meilenstein im Sinne von „wieder etwas geschafft“. Es markiert einen Kristallisationspunkt in meiner Berufsbiographie. Viele versuchen sich durch eigene Inhalte („Agendasetting“) von anderen abzuheben. Anderen gelingt es, kontemporäre Themen gut zu managen („Themenmanagement“) und auf die Bühne zu bringen. Ich persönlich finde, dass Bernd es mit diesem Buch gelungen ist, eine Agenda im Feld der Organisationsentwicklung zu setzen. In diesem Blogartikel lesen Sie Hintergründiges zu den Inhalten, zur Entstehung und den aktuellen Weiterentwicklungen.

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Dass sich Burnut als Diagnose immer weiter fort setzt merke ich seit 2 Jahren an verstärkten Anfragen von Coaching Klienten und Organisationen. Im Fokus stehen Menschen, die „einfach nicht mehr können“, oder innerlich spüren, dass sie ihre inneren Raubbau soweit betrieben haben, dass es nicht mehr geht. Es sieht so aus, als wäre es das Problem von Einzelpersonen. Dabei möchte ich in diesem Blogartikel erklären, warum Burnout in Organisationen auch ein Beziehungsphänomen ist und sich deshalb nur mit Coaching der Symptomträger alleine nicht lösen oder verbessern lässt.

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Summerblogging

Ein Vorwort auf die kommenden Blogs:

In den letzten Monaten bin ich meinem eigenen Vorhaben etwas untreu geworden: Jeden Monat mindestens einen Blogartikel zu verfassen und zu veröffentlichen. Ich habe verfasst, aber einfach nicht veröffentlicht. Entweder waren mir die Texte noch nicht ausgereift genug, oder es fehlte mir schlicht ein passendes Foto (alle Bilder in meinen Blogs sind selbst fotografiert). In diesem Blogartikel möchte ich einmal über die letzten Monate reflektieren und einen Ausblick auf die nächsten Artikel geben mit so etwas wie einer Leseanleitung. Warum diese Arbeit so wichtig für mich geworden ist lesen Sie übrigens im Blogartikel „Sommerreflexion – Wie wollen wir leben?“

Erstaunlicherweise lag es diesmal nicht an meiner „Fokussierung“. Meine Freunde wissen: Ich spreche lieber nicht von Überlastung und ich habe mir angewöhnt in den Zeiten in denen meine ToDo-Liste nur noch Prio 1 Aktivitäten zeigt von „Multitasking“ auf reines „Singletasking“ zu umzuschalten. Das führt eben dazu, dass ich sehr fokussiert mein Leben lebe und sehr klar entscheide, was ich wann tue und anderes eben auch lasse um es zu anderen Zeiten zu tun – oder gar nicht. Die Strategie führt dazu, dass ich mich trotz meiner gerade sehr jungen Kinder (da kann jede Minute mal eines auftauchen um mir spontan eine andere Aufgabe zu geben 😉 ), gut fühle und produktiv bleibe (Blogartikel: „Meine Zenlehrmeister zu Hause“). Hinzukamen z.T. sehr herausfordernde Projekte, die für mich jedes für sich ein „Meisterstück“ darstellen, auf die ich auch wirklich im Rückblick stolz bin (Blogartikel: „Burnoutbekämpfung als Element der Organisationsentwicklung“). Zuletzt kamen dann meine internationalen Wochen in meinem Kalender auf mich zu, die ich im Herbst fortsetzen darf und die mir viel abverlangt aber auch sehr viel gegeben haben. Ich finde gerade die Arbeit im multinationalen Kontext in dieser Lebensphase sehr bereichernd. Die Perspektiven, die Verantwortliche in Organisationen auf ihr Unternehmen, ihre Kunden und Produkte, auf unterschiedliche soziale Umwelten und auf sich und ihre Familie haben unterscheiden sich grundlegend von eingeschränkten rein regionalen Sichtweisen (Blogartikel: Education vs. Learning). Die Globalisierung schreitet aus meiner Sicht nicht mehr voran – sie ist längst für jeden spürbar und hat großen Einfluss auf unseren Alltag. Der bewusste Umgang damit und die gelungene Art und Weise kompetent in den verschiedenen Lebenswelten in Dialog zu treten ist heute mehr denn je entscheidend. In Umgebungen in denen für viele Beteiligte Englisch als Fremdsprache zur Hauptmöglichkeit wird sich auszutauschen und Vereinbarungen zu treffen trotz kultureller Unterschiede, in diesen Umgebungen entsteht bei vielen Beteiligten eine Art übergeordnetes Verständnis für Zusammenhänge, die im regionalen Fokus nicht entstehen. Auch wenn diese Art der Arbeit eine besondere Art des inneren „Energiemanagements“ nötig macht um das auch körperlich gut zu bewältigen, so glaube ich ist diese Arbeit sehr sinnvoll und nützlich. Und die Entwicklung meines eigenen Unternehmens und der dabei beteiligten Menschen geht in großen Schritten in diesem Jahr weiter. Wir werden immer mehr zu einer Beratergemeinschaft, die viel mit einer Genossenschaft gemein hat. Jeder Schritt will aber gut abgewogen und gestaltet werden und wird uns auch im Laufe des Jahres noch viel Gedankenkraft und Gespräche kosten. Wir haben in diesem Jahr unsere eigene Tradition der Summerschool der gemeinsamen Strategieentwicklung unterworfen. Trotzdem haben wir neben unseren Sommerfest auch einen Tag gemeinsam gelernt zum Thema „Outdoorübungen für systemische Berater“. Unsere Kollegin Julia hat uns einen Tag im Hochseilgarten in Grünwald einige Übungen erläutert und uns nebenbei eine Teamentwicklung beschert (Blogartikel: „Die Natur macht’s möglich“). Und der Ausbau des Instituts in München als Zentrum für systemische Organisationsentwicklung schreitet auch voran (Blogartikel: „Übung macht den Meister“). Wir haben nun drei Kernprodukte in den letzten 12 Monaten entwickelt, die sowohl im Kontext des ISB Wiesloch entstanden sind, als auch aus dem Beraterkreis hervorgegangen sind und freuen uns, wenn diese in den nächsten Wochen auf den Markt kommen.

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Organisationen sind in Gruppen organisiert. Eine komplexe Dienstleistung kann nur durch die effektive Zusammenarbeit von Menschen erreicht werden und auf Kundenseite sitzen natürlich auch wieder Menschen. Noch haben wir die Menschen-lose Organisation glücklicherweise nicht erfunden. Allerdings lassen sich Menschen nicht wie Maschinen zu Rädchen in einem größeren Getriebe machen. Und wenn es zu Störungen kommt, wird gerne nach Schuldigen gesucht – am Besten bei demjenigen, bei dem das Problem auftaucht.

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Wenn Organisationen beginnen sich zu optimieren, dann geschieht das meist aus einem Erkenntnisprozess heraus. Es ist interessant zu beobachten, dass die Optimierung im ersten Schritt fast immer zu kurz springt, weil meist ausschließlich Symptome kuriert werden. Auf der Ebene der Mitarbeiter bzw. der Umsetzung vor Ort entsteht dann Unmut und Frustration für das mangelnde Verständnis für die Gesamtzusammenhänge und sogenannter Widerstand. Aber was hilft?

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Buchrezension: Das Megatrend-Prinzip

Strategieentwicklung ist eine Kerndisziplin der Organisations-entwicklung. Ob die Vorgehensweise „klassisch-traditionell“ oder „systemisch-vernetzt“ ist, in beiden Fällen kommt man um die Entwicklung von Zukunftsprojektionen nicht herum. Schließlich ist Bestandteil einer Strategie ein tragfähiges Zukunftsbild. Früher mehr als heute habe ich selbst bei dieser Arbeit wissenschaftliche Trendprojektionen meinen Strategieprojekten verwendet. Ich habe damals schon bemerkt, dass diese früher geprägt waren von düsteren Vorhersagen: Alles wird global, dadurch wird alles super billig. Die Chinesen kommen und werden uns überrollen. Das Erdöl wird knapp und wir werden weder heizen noch Auto fahren können. Und so weiter und so fort. Nun habe ich ein Buch entdeckt, dass die ganze Sache einmal umdreht: Einer meiner Lieblingsautoren Matthias Horx zeigt, dass es auf die Interpretation der Daten ankommt, ob nun ein Horrorszenario entsteht oder Chancen zu Tage treten. Er zeigt Zukunftsbilder, die durch positive Interpretationen und kluge Reflexionen wesentlich mehr Lust auf die Gestaltung der Zukunft machen. Und er macht eines klar: Ob die Zukunft positiv wird oder nicht hängt in erster Linie von unseren Fähigkeiten und Einstellungen ab. Und von unserem Können, nicht von unserem Wissen. Ein exzellentes Urlaubsbuch übrigens weil es einen nachdenklich und positiv gestimmt gleichzeitig macht. Am Ende eines Urlaubs gelesen, macht das Lust sich konstruktiv der Weiterentwicklung (s)einer Organisation zu widmen. Hier ein paar Thesen des Buches…

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Im Rahmen der Summer School bei system worx haben wir uns länger (und intensiver) als ursprünglich geplant dem Thema der Arbeit mit Aufstellungen gewidmet. Das liegt vor allem daran, dass diese Art der Vorgehensweise sehr viel Dynamik und Energie erzeugt und dabei gleichzeitig alle Personen beteiligt sind. Und da sind wir auch schon bei den wesentlichen Vorteilen des Einsatzes dieser Methode. Ich bin froh, dass wir in unserem Partnerkreis einige Profis haben, denn der unsachgemäße Gebrauch führt im harmlosen Fall ins Nirvana. Im schlimmsten Fall in die Krise. Deshalb, hier mal eine Übersicht…

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