Hallo liebe Freunde, Kollegen und Kunden von system worx. Wir waren fleißig und haben gleich die nächste Learning Conversation fertig gestellt. Dieses Gespräch habe ich mit unserer Partnerin Silke Heerwagen geführt, die sich in den letzten Jahren immer wieder mit der Teamentwicklung in Führungsteams beschäftigt und dazu auch ein entsprechendes Whitepaper auf unserer Mediathek veröffentlicht hat: http://blogs.system-worx.de/unternehmen/gemeinsam-neues-gestalten/

Sie beschreibt in ihrem Artikel ein Fallbeispiel einer Führungsteamentwicklung, beschreibt einen entsprechenden Entwicklungsprozess, sowie entsprechende Instrumente bis hin zu Flipcharts, die dafür verwendet wurden. Viel Spass beim Sehen oder Lesen…


Endlich haben wir das nächste Video aus der Reihe „Learning Conversations“ fertig. Es handelt sich um das Thema „Regiebasierte Organisationsentwicklung“ mit Jaakko Johannsen. Wir explorieren im Gespräch die Hintergründe zu seinem gleichnamigen Whitepaper auf unserer Mediathek: http://blogs.system-worx.de/unternehmen/regie-basierte-organisationsberatung/

Den Einstieg finden wir zur Theatermetapher, die wir als in erster Linie als Instrument der Selbststeuerung in Organisationsentwicklungsprojekten begreifen. Der Artikel ist insbesondere für unsere Beraterkollegen und auch Teilnehmer an unseren OE-Ausbildungen aber auch für Entscheider interessant, die Berater einsetzen wollen.

Aus aktuellen Anlässen möchte ich heute ein Thema anschneiden, das mich in den letzten Tagen sehr bewegt: Es sterben Menschen, die mit mir mehr oder weniger verbunden sind oder sie waren dem Tode so nahe, dass nicht mehr viel gefehlt hat. Irgendetwas hat mich ganz anders berührt als sonst:
Vielleicht ist es nur die Tatsache, dass sich einzelne Ereignisse besser verarbeiten lassen und ich fühle mich überwältigt von der Menge der schlechten Nachrichten.
Oder es ist die Dramatik und gefühlte Ungerechtigkeit, dass sogar Kinder in jungen Jahren elendig sterben, ohne dass sie werden konnten, was in Ihnen als Potenzial schlummerte und die Erwachsenen auf ihren guten Wünschen als abgewertete Illusionen sitzen bleiben.
Oder es ist die Angst vor dem Prozess des Sterbens, der sehr qualvoll von außen betrachtet sein kann.
Als Berater in Veränderungsprozessen bin ich gewohnt für Menschen Prozesse des Abschieds zu inszenieren. Meistens wartet dann auf der anderen Seite etwas Neues. Beim Sterben kann man da nicht sicher sein. Und selbst Gläubige entdecken bei einer Nahtoderfahrung ihren Unglauben und reagieren mit Angst und unbändigem Lebenswillen.
Im Mai veranstalten wir unseren Kongress „der Biographiefaktor“ in München. Ich hatte mir selbst als Referent und „Joker“ (quasi Ersatzmann) überlegt, welches Thema ich vorbereiten will. Heute ist es mir klar geworden: „Leben im Bewusstsein des Todes.“ Dieser doppeldeutigen Botschaft würde ich gerne im Andenken an einen lieben Freund meine eigene Interpretation verleihen und über die Bedeutung von Sinn im Prozess des Werdens und Vergehens referieren, Gedankenexperimente und Reflexionen anbieten, die mir in den letzten Tagen durch den Kopf gingen. Das Ergebnis? Ich zeigen wie ein Bewusstsein des Todes das Leben und den Lebensweg verändert und auf eine andere Art lebbar und gestaltbar macht. Am Ende geht es darum, im Leben nicht dem Tod zum Opfer zu fallen. Ein Workshop nicht nur für den Kopf, sondern für die Seele…

Zusammen-Arbeit

Ich betrachte meine Lebensaufgabe darin, für andere Lerngelegenheiten zu schaffen. Jeder Workshop jedes Seminar, jedes Coaching ist in der Art und Weise, wie gearbeitet wird ein Lernsetting. Bloß gut, dass ich auch von meinen Kunden lernen durfte. Dieses Goldstück verdanke ich einem Kommentar einer Teilnehmerin aus einem moderierten Managementworkshop zum Thema Kooperationskultur. Sie sagte sinngemäß:

Viele unserer Mitarbeiter im Unternehmen haben nicht das richtige Verständnis von Zusammenarbeit. Das Wort besteht nämlich aus 2 Worten: Zusammen und Arbeit.
Manche denken, dass sie zu jedem Schmarrn etwas sagen müssen und wenn sie noch nichts dazu gesagt haben, dann ist das alles auch nichts wert. Und viele gehen in Meetings, weil sie dann die Gelegenheit haben mitzureden. Dabei bewegt sich überhaupt nichts, weil nämlich keiner etwas wirklich arbeitet. Es ist sehr viel Dynamik und Bewegung in der Organisation. Der Laden brummt richtig, aber das Schiff bewegt sich keinen Millimeter weiter…

Ein starkes Bild am Wort „Zusammen-Arbeit“ sehr gut illustriert wie ich finde. Wir Berater bei System Worx behaupten ja von uns, dass wir Experten für Unternehmenskultur und Kooperation sind. Und an dieser Beschreibung gibt es aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen. Die Frage ist höchstens: Wie kommt man aus einem intensiven „Zusammen“ mit wenig echter Arbeit zu einem optimalen „Zusammen“ bei möglichst viel Output und maximaler Bewegung bei minimaler Zielabweichung? Mittlerweile bietet das komplette Agile Management klare methodische Antworten, die meist in einer strukturierten Einschränkung der Zieldiskussionen mündet. Nur indem man einem Management punktuell die Möglichkeit zum Eingreifen gibt, erhält man die Chance, dass überhaupt etwas entsteht, das dann iterativ weiterentwickelt wird.

Mein persönlicher Vorschlag um aus dem Aktionismus und dem Meetingwahn auszusteigen ist die Einführung eines Beitragmanagements im Unterschied zum projekthaften Managen von ToDos. Beim Beitragsmanagement werden Beiträge zur Zielerreichung gesammelt und bewertet. Es geht eben nicht nur darum die Trikots durchzuschwitzen, sondern Tore zu schießen. Dementsprechend sollte jede Handlung und Aktivität auf ihren Beitragscharakter geprüft werden. Viel Handlung bei Null Beitrag sollte dann entsprechend minimiert werden.

Ich hoffe das war ein inspirierender Beitrag für meine Leser 🙂

Systemische Inspiration live

Wie gelingt die Fortsetzung einer guten Beziehung? Vielleicht interessiert  das ja viele von uns… 😉 Das Rezept dafür ist eine fortgesetzte Anknüpfung an die Leidenschaft und Passion der Vergangenheit. Und das gelingt besonders durch die Kombination von Bekanntem mit Neuem. So bleibt die systemische Peergroup nun seit bereits 10 Jahren aktiv und wach. Und für unser 7. Symposium hatten wir wieder einen besonderen Gast bei uns, bei dem ich mich öffentlich an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte: Rainer Schwing. Die meisten, die in unserem Berufsfeld der systemischen Beratung tätig sind, kennen ihn. Vor allem durch sein Lehrbuch („den Schwing“), den fast jeder in seinem Bücherregal stehen hat (und hoffentlich auch liest). Wer das überprüfen will, hier der Link zu Buch: Systemisches Handwerk. Werkzeug für die Praxis

Was ist denn die Leidenschaft und Passion in der Peergroup München? Für mich ist der Funke, die Freude am gemeinsamen Lernen. Eine Lernkultur, die vor allem unter Kollegen dann gut funktioniert, wenn Neugier und Offenheit auf kollegiale Begeisterung für ein Thema stößt. Ich habe viel dieser drei Zutaten gesehen. Das Resultat ist eine fast spielerische Lernfreude unserer Teilnehmer/innen. Und dann kam Rainer Schwing mit seinem ihm eigenen „leichten Tiefgang“. Zunächst paradox, aber für mich jedenfalls spürbar. Und neben der Freude am systemischen Arbeiten, die er wunderbar vermittelte, blieb einfach auch was hängen: CARE, SEEKING & PLAY als wesentliche emotionale Gestaltungsfelder systemischer Beratungsarbeit, die dafür sorgen, dass sich Beratungssuchende zunächst gut aufgehoben fühlen, sich neugierig erkundend auf den Weg machen und spielerisch beginnen, neue Möglichkeiten zu erkunden. Darum geht es eben auch in unserem Geschäft. Wer mehr Hintergrund zum nachlesen möchte, der findet die meisten Unterlagen unserer Referenten hier in unserer Mediathek. Der Film ist noch nicht ganz fertig, wird aber sobald er geschnitten ist ebenfalls in unserer Mediathek veröffentlicht.

Hier der Link zur Rückschau des Symposiums 2016: http://blogs.system-worx.de/unternehmen/ruckschau-symposium-2016/

Wir nutzen dieses mal aber nur eine kurze Verschnaufpause, um uns auf unseren nächsten Kongress 2016 vorzubereiten. Mit Bernd Schmid werden wir in München den Biographiefaktor Kongress durchführen. Wir bieten Beratungsmethoden, Konzepte und persönliche Einsichten rund um das Thema Biographie.

Hier der Link zum Biographiefaktor Kongress am 6./7. Mai 2016: http://www.system-worx.de/institut/seminare/biographiefaktor-kongress.html

Und wir werden einen Tag vorher wieder einen Vorkongress veranstalten. Bernd Schmid wird an diesem Tag zum letzten Mal in seine Art und Weise der Arbeit mit seelischen Leitbildern einführen.

Hier der Link zum Vorkongress Seelische Leitbilder mit Bernd Schmid am 5. Mai 2016: http://www.system-worx.de/institut/seminare/vorkongress-innere-bilder.html

Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit euch…

Das neue Jahr hat schon gut begonnen. Für uns jedenfalls unter anderem damit, dass wir Post bekommen haben: Gerade noch rechtzeitig zu unserer großen Jahresauftaktveranstaltung – dem Symposium der Münchner Peergroup systemischer Beraterinnen und Berater am kommenden Samstag ist unser Übungsbuch bei uns angekommen und ab sofort im Buchhandel erhältlich: Handwerkszeug der systemischen Beratung: Das Buch zur Weiterbildung Systemische Beratung Professionsgruppe

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Ich habe ja immer wieder in meinem Blog etwas zum Thema Feedback geschrieben. Zuletzt zum Thema Feed-back und Feed-forward. Jetzt möchte ich dem ganzen noch eine Perspektive hinzufügen, die ich einem Teilnehmer eines meiner Dezemberseminare verdanke (Danke, Markus!). Wie wäre es denn, das Thema Feed-back einmal wörtlich zu nehmen. Dann heisst das auf Deutsch übersetzt „Zurück-füttern“. Es hätte damit auch etwas nährendes, stärkendes. Feedback wäre dann eine Gabe zurück an den der das Feedback bekommt. So kam am Ende meines letzten Seminars ganz viel zu mir zurück und ich gestehe, es nährt noch immer. Und motiviert mich für die nächsten male.

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Right or wrong are no helpful thinking categories for Managers. Not for gauging their team members or their workforce. Even worse it gets in change management. It is understandable, that there is a pressure for results. But do you always get what you want? We learn early, that we have to earn things or make them. The worst things happen, when top management wants a new organization. They think result and forget the process. And you will most likely fail to reach the business targets because you cannot do valid organizational design without thinking and actually talking about responsibility – the blood of any organizational system. Responsibility and the ability to take it (is called commitment) need to be designed and discussed alongside the functions. For that you need social processes and open minds in order not to overload your people. Anything else is a miracle or hell: an organization without people.

The focus on results narrows the focus so much, that lessons learned are impossible. Therefore I declare it a management mistake to mix up process with result. Either you let people participate or you can found a new company. But what I see in many industries is the useless Big Bang. In the end there is no benefit. The workforce waits years for it to happen, management is stressed by no longer knowing anything and when it is released it is already outdated and creates chaos…

What do you want for Christmas?

Schon wieder neigt sich dieses Jahr dem Ende entgegen. Es ist ein bewegendes in unserer Firmengeschichte. Tatsächlich wurden aus einer Firma zwei und wir haben einen neuen Standort in Unterföhring. Das ist alles auch in diesem Blog dokumentiert. Aber ein Jahr braucht einen Rhythmus um nicht aus dem Takt zu kommen. Und wir beginnen den Takt des neuen Jahres mit dem Symposium der Systemischen Peergroup: http://www.system-worx.de/institut/systemische-peergroup-muenchen/symposium-2016.html

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Ich erinnere mich noch gut an 2008, das wunderbare Jahr, in dem meine Frau mir das Ja-Wort gab, in dem wir aber auch alle miteinander an einer der schlimmsten Katastrophen in der Finanzwelt vorbeigeschrammt sind. Ich war gerade ein Jahr selbständig und am Auftragsrückgang wurde deutlich, dass viele Unternehmen schon sehr beeinträchtigt waren. Wenige Monate später schossen dann die Krisenberatungsprojekte, wie Pilze aus dem Boden, die Krise schien ausgestanden und langsam kehrte dann auch in meiner beruflichen Umwelt „business as usual“ ein. Und genau da liegt das Problem.

Unter Bankern: Eine Spezies wird besichtigt

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