Kategorie: Verantwortung

Gerade heute war es in den Nachrichten: Der Uber-Chef und Gründer Travis Kalanick nimmt sich eine „Auszeit“. Er hat sein Unternehmen tief geprägt. Eine „Bad Boy“ Kultur sei entstanden. Er übernimmt die Verantwortung und geht. Für unbestimmte Zeit. Um den Tod seiner Mutter zu betrauern und „an sich selbst zu arbeiten.“ Ich möchte den Menschen nicht kritisieren. Ich kenne ihn nicht persönlich und wir haben mit Uber bisher keine geschäftlichen Kontakte. Das Beispiel macht aber die Auswirkungen und die Tragweite von Kultur deutlich, zeigt wie Schlüsselpersonen die Kultur prägen. Die Schlüsse und Maßnahmen, die Uber unternimmt zeugen aber davon, dass sie keine Erfahrung mit Kulturentwicklung haben. Mehr davon in diesem Artikel.

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Es scheint ein Phänomen der letzten 10-15 Jahre zu sein, dass Burn-out in der heutigen Arbeitswelt immer mehr zugenommen haben. Oft wird das erklärt mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte, die sie schlicht überfordern. Das kleine Buch von Byung-Chul Han ist mit seinen 70 Seiten eher ein Essay, der es in sich hat und einmal andere Perspektiven anbietet. An mancher Stelle lädt er dadurch zum Widerspruch ein, an einigen zum Nachdenken…

Müdigkeitsgesellschaft (Kleine Reihe)

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In our consulting work as well as in our system worx institute in Munich were we train leaders and consultants or coaches we strongly work with an enriched concept of responsibility in organizations. We owe the foundation of this concept the „ISB“ (= Institute of Systemic Consulting in Wiesloch) and broadened the concept for further use especially in organizational development projects. This experience comes from projects in large, global corporations as well as medium sized companies that try to be part of the globalization by being integrated in an external value network. First of all, we still determine different aspects and perspective of responsibility, like…

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Meine Kunden haben bei mir ein Recht auf eine hohe Leistung, die sich bei mir unter anderem durch eine hohe Präsenz auszeichnet. Wenn ich mit einer Gruppe von Menschen oder auch in der Einzelberatung arbeite, gibt es in der Regel wenig Ablenkung z.B. durch Abstimmungsgespräche mit meinen Mitarbeitern oder durch Emails in den Pausen mit Computer oder mit der Zeitsparbüchse (bei mir ein iPhone). Ich gönne mir manchmal noch einen Blick für den Überblick, aber keine Tiefenbohrung. Wie würde ich dem anderen, der auf meine Antwort wartet dafür auch gerecht werden? Umgekehrt ist auch mein Anspruch, mit den Besten zu arbeiten. Vielleicht klingt dieser Satz komisch und anmaßend und braucht eine Érklärung…

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Es ist interessant, wie manche Begriffe unser Denken prägen und auch den Zeitgeist bestimmen. Gerade kommt mir der Begriff der „sozialen Unternehmer“ vor die Augen. Dabei könnte man davon ausgehen, dass diese Menschen etwas „besonderes“ sind und sich mit ihrer Arbeitskraft der Fantasie hingeben, sie würden einen besonderen kulturellen Beitrag liefern, der mit einer extra Portion Sinn verknüpft ist. Das Problem mit diesem Begriff liegt in der Annahme, dass die anderen dann einfach keine sozialen Unternehmer seien. Wenn man da noch eins oben drauf setzt könnte man jedem anderen Unternehmer unterstellen, das es den „Normalos“ nur um’s Geld geht. Es gibt in meinen Augen kein Projekt ohne soziale Auswirkungen. Sie entbindet niemanden von der Verantwortung, immer auch diese Seite von Aktivitäten mit zu denken und mit zu gestalten. Jedes Projekt, jede Tätigkeit hat kulturelle Auswirkungen oder auch die Chance die Kultur zu verbessern. Ich behaupte wirklich: Jedes Projekt. Ich durfte in meinem Berufsleben sowohl als Manager und natürlich auch als Berater in den letzten Jahren an unangenehmen Veränderungsprojekten oder „Restrukturierungen“ mitwirken und fand in jeder dieser Aktivitäten Möglichkeiten auch sozial einzuwirken. Übrigens: Die finanzielle Seite außer Acht zu lassen ermöglicht keinem noch so sozialen Unternehmer auf Dauer die Fortsetzung seiner Tätigkeit. Mir scheint es so, als wären wir damit alle soziale Unternehmer. Vielleicht entscheiden sich manche nur dafür, auf dieser Seite eine größere Wirkung zu erzielen als andere…

Persönliche Weiterentwicklung in Professions-, Organisations- aber auch Privatwelten beschäftigt mich schon mein ganzes Leben. Für mich ist es sehr interessant zu lernen oder für andere Lerngelegenheiten zu schaffen. Für Organisationen ist Lernen von Mitarbeitern nicht nur Selbstzweck, sondern stärkt die Lebens- und Innovationsfähigkeit der Organisation. Und auch für gesellschaftliche Bezüge ist Lernen und Entwicklung enorm wichtig. Die Frage ist dann: Von wem kann man denn lernen? Ich selbst bin kein Mensch, der vollständig im Zen-Buddhismus aufgeht, sondern sich davon bei Gelegenheit wie von anderen Strömungen inspirieren lässt. Insofern entspricht mein Bild eines Zen Meistens vielleicht eher ein Stereotyp. Wenn ich ein „Jobprofil“ erstellen müsste, dann würde ich darin auflisten: Unendliche Übung, ein gewisses Lebensalter und Erfahrung, sowie ein Erleben der „Erleuchtung“. Was das mit meiner Privatwelt zu tun hat, erfahren Sie hier…

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Vor drei Wochen hatte ich ein wenig Urlaub und wenn ich schon mal Freizeit habe, dann lese ich schon mal gerne einen Krimi in englischer Sprache. Dabei stolperte ich über einen Satz, der mich zum Nachdenken brachte: Der Protagonist (= Bösewicht) begegnete einer Gruppe von Bösewichtern (das sind die besten Krimis) ohne direkten Kontakt. Aus der Ferne versucht er sie einzuschätzen und legt dabei eine interessante Dichotomie über das was er sieht: Ist jemand ein „Talent“ oder ist er Teil des „Managements“? Wo definieren Sie sich hin? Warum diese Einteilung heute in unseren Unternehmen zu finden ist und warum das aus meiner Sicht immer weniger Sinn macht lesen Sie in diesem Artikel…

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Ich weiß aus eigener Erfahrung: Es ist wichtig der eigenen Entwicklung Raum zu geben und sich mit dem zu beschäftigen, was werden will. Das ist nicht nur „nice-to-have“ sondern hat etwas damit zu tun, für sich und die Menschen mit denen man lebt und arbeitet Verantwortung zu übernehmen. Es gibt viel zu viele Beispiele dafür, was passieren kann, wenn Menschen ihren Entwicklungsimpulsen nicht nachgehen: Das eigene Leben fühlt sich fremd an, man findet sich in einem äußerlich perfekten Drehbuch wieder und hat doch das Gefühl im falschen Film zu sein. Für viele Zeitgenossen bleibt dann die Flucht in Konsum oder sie verlassen ihre Familien um sich mit einer jüngeren Freundin noch einmal richtig jung zu fühlen. Manche schmeißen den Vorstandsposten hin (für den sie eigentlich gut geeignet wären) oder verabschieden sich in den Burnout. Es gibt hier im Blog einige „Reihen“, z.B. die Coachingtipps. Mit diesem Artikel möchte ich eine neue Reihe starten: Die der Lebensthemen. Heute kommt hier der erste Artikel dazu: Mit seinen Grenzen befreundet sein.

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Als Unternehmer und als Berater von Unternehmern bin ich häufig mit Strategieentwicklungsprozessen betraut. Und ich nehme bei meinen Kunden wahr, dass sie mit diesem Vorgehen gerne auf der sicheren Seite wären: Wir machen einmal Strategie. Dann haben wir’s wieder für eine Weile geschafft. Beteiligung? Vor allem dann sehr gerne, wenn man es damit nicht alleine gewesen ist, sich für eine Richtung zu entscheiden. Es waren alle dabei und hätten auch gegen eine einzuschlagende Richtung diskutieren können. Wie will man eigentlich Verantwortung für eine ungewisse Zukunft übernehmen? Ich plädiere gegen Zukunftslaboratorien und Innovation Labs… Warum? Das Foto verdeutlicht was ich meine: Ende Dezember 2013 sollte im Olympiapark in München wieder ein Skirennen stattfinden. Die Vorhersage „im Winter hat es Schnee“ hat mal wieder nicht funktioniert. Dafür wurde der See leergepumpt und in Kunstschnee verwandelt, der dort vor sich hin schmolz. In den Medien war von „Enttäuschung“ zu lesen. Einer der Verantwortlichen hatte gar den Satz gesagt: „im letzten Jahr haben wir den Wettkampf gegen die Witterung gewonnen.“ Lesen Sie hier, warum ich finde, dass man nicht noch bessere Vorhersagen braucht um vermeintlich besser planen zu können…

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Wenn sich Organisationen verändern sollen, müssen die Menschen mit. Ich freue mich jedes mal, wenn die Investition in Kultur zu tragen beginnt. Im Moment erlebe ich wieder eine solche Zeit. Veränderungen in Organisationen ergeben sich nicht einfach nur zum Spaß, sondern sind erlebte Herausforderungen die eine Anpassungsleistung der Mitglieder eines Organisationssystems erzwingen. Wenn die Anpassung nicht oder nur ungenügend erfolgt, setzen Kräfte ein, die möglicherweise ein Zerbrechen oder Eingehen der Organisation zur Folge haben. Man kann sich da viele Maßnahmen ausdenken. Entscheidend ist aber, ob die Menschen mitgehen…

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