Kategorie: Selbsterfahrung

Ich weiss nicht, wie ihr Weihnachten verbracht habt. Ich möchte mein Weihnachtserlebnis in diesem Jahr einmal metaphorisch beschreiben, in einer anderen Art der Weihnachtsgeschichte:

Es begab sich also zu der Zeit, dass sich Menschen schon im September auf Weihnachten ausrichteten. Das macht sich zu diesem Zeitpunkt des Jahres vor allem dadurch bemerkbar, dass es im Spätsommer schon bergeweise Nikoläuse und Lebkuchen in den Supermärkten zu kaufen gibt. Im Prinzip beginnt da schon die Ernährungsumstellung, die das Gegenmodell der Bikini- oder Badehosenfigur zum Ziel hat.

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Erst einmal möchte ich mich bei euch, meinen treuen Bloglesern entschuldigen: Ich hatte tatsächlich so etwas wie eine Blogpause von 2 Monaten. Eigentlich veröffentliche ich mindestens jeden Monat einen Artikel, wenn’s gut läuft, sogar jede Woche. Ich könnte jetzt etwas von Kreativpause erzählen, aber das stimmt nicht. Es gab einfach viel und wahrscheinlich auch sehr Wichtiges zu tun. Allerdings zählt für mich das Argument „dringendes“ und „wichtiges“ nicht so wirklich. Ich bin eher ein Freund von „Competing Commitments“.

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Es scheint ein Phänomen der letzten 10-15 Jahre zu sein, dass Burn-out in der heutigen Arbeitswelt immer mehr zugenommen haben. Oft wird das erklärt mit unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte, die sie schlicht überfordern. Das kleine Buch von Byung-Chul Han ist mit seinen 70 Seiten eher ein Essay, der es in sich hat und einmal andere Perspektiven anbietet. An mancher Stelle lädt er dadurch zum Widerspruch ein, an einigen zum Nachdenken…

Müdigkeitsgesellschaft (Kleine Reihe)

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Jetzt ist er da und online: Der Film zum Symposium 2015. Für alle die das noch nicht kennen: Jedes Jahr veranstalten wir einen Kongress bei dem Kollegen für Kollegen systemische Interventionen zum direkten Lernen und Ausprobieren in Workshops anbieten. Die wertschätzende Lernkultur und die Möglichkeit sich zu vernetzen sind wesentliche Elemente. Und wir organisieren immer eine Keynote als Abschlusshighlight der Veranstaltung bevor das Abendessen beginnt. In diesem Jahr hat uns Dr. Lothar Malkwitz auf eine Reise mitgenommen: Der Seele nach Denken. Jetzt könnte mancher Leser denken, dass sich da ein Schreibfehler eingeschlichen hat, aber es ist wirklich so gedacht wie es geschrieben steht: Mit einem großen „D“. Lothar Malkwitz hat eines geschafft: Uns alle nach-denklich werden zu lassen und uns unseren eigenen Seelen näher sein zu lassen… Eine Reflexion dazu in diesem Blogartikel…

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In our Berlin session of a leadership program we tapped the topic of internal barriers that keep people from delivering performance up to their full potential. It is even more intriguing to find out that you are that person. All in a sudden there appears to be what I would call as a metaphor „the Berlin Wall I your head „. The internal mechanism really works similar: an unconscious internal part of the psyche is opposing the conscious one. Often these „parts“ have very old roots and where pretty well functioning at the time they came into play. The concept is actually called „Ego State“ in contemporary research and application. So even if it is unpleasant to become aware of an internal barrier, most of the time the inner territory stays invisible. Like if you would stand in front of a piece of the former Wall in Berlin. This wall was actually built to protect the territory. Again, that is pretty much the same internal mechanism. As history as well as applied Psychology shows: It is possible to tear down walls without loosing territory. In fact the two separated nations became one. And still you can experience differences. What was the clue? It was all about keeping the faith AND keeping the attention focused on a friendly fusion of the things that seem to be apart. It might help to not focus on the wall so much but more on the attached territory. I am sure you understand what I mean and hope that this description was helpful…

Persönliche Weiterentwicklung in Professions-, Organisations- aber auch Privatwelten beschäftigt mich schon mein ganzes Leben. Für mich ist es sehr interessant zu lernen oder für andere Lerngelegenheiten zu schaffen. Für Organisationen ist Lernen von Mitarbeitern nicht nur Selbstzweck, sondern stärkt die Lebens- und Innovationsfähigkeit der Organisation. Und auch für gesellschaftliche Bezüge ist Lernen und Entwicklung enorm wichtig. Die Frage ist dann: Von wem kann man denn lernen? Ich selbst bin kein Mensch, der vollständig im Zen-Buddhismus aufgeht, sondern sich davon bei Gelegenheit wie von anderen Strömungen inspirieren lässt. Insofern entspricht mein Bild eines Zen Meistens vielleicht eher ein Stereotyp. Wenn ich ein „Jobprofil“ erstellen müsste, dann würde ich darin auflisten: Unendliche Übung, ein gewisses Lebensalter und Erfahrung, sowie ein Erleben der „Erleuchtung“. Was das mit meiner Privatwelt zu tun hat, erfahren Sie hier…

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Immer wieder nutze ich meinen Blog um mein Leben zu reflektieren und andere daran teilhaben zu lassen. Ein großer Teil nimmt dabei mein Berufsleben ein obwohl ich Beruf und Privat nicht strikt trenne. Das hat den großen Vorteil, dass ich mich nicht darüber ärgere, wenn das eine in das andere übergeht, d.h. ich verschwende meine geistige Kraft nicht darauf eine künstliche innere Grenze zu erzeugen, aufrecht zu erhalten oder zu verteidigen. Ich habe einfach besseres zu tun. Lange habe ich mit dem Gedanken gerungen vielleicht zu etwas beizutragen, das ich innerlich abwerte: Der 100ste Blog: Wer liest das? Gehen meine geistigen Ergüsse nicht im Nirvana des Internet unter und werden unter Milliarden von Artikeln bedeutungslos? Immer wieder bekomme ich aber virtuell und im richtigen Leben eine gute Resonanz auf meine Artikel. Und ich nehme mir immer für jeden Artikel konkrete Personen vor, für die ich schreibe. Das gute an Veröffentlichungen im Internet ist, dass jeder andere, den ein Artikel ansprechen könnte, auch mitlesen darf. Das wäre dann ein Nutzen ohne eine konkrete Absicht, also auf eine Art sogar doppelt gut.
Vor ein paar Wochen entdeckte ich ein Buch bei meinem Freund und Kollegen Thilo Leipoldt (seinen Blog finden Sie hier: http://blogs.system-worx.de/thilo_leipoldt/), das mich nicht nur sehr inspirierte und für mich und hoffentlich auch für einige meiner Klienten zu einem Wegweiser wurde, sondern eine weitere Antwort auf die Frage gibt: Warum es sich lohnt, einen Blog zu schreiben… In diesem Blogartikel finden Sie nicht nur die Antwort auf diese Frage, sondern meine Reflexion der letzten Monate in der Sommerpause…

Zunächst einmal die Quelle in ihrer ganzen Schönheit. Es handelt sich um das Buch von Peter Bieri mit dem Titel:
Wie wollen wir leben?

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Es gibt Menschen, die scheinen von vielen Dingen nicht genug zu bekommen: Das nächste Auto muss größer sein und ein besseres Image haben als das alte. Vor allem darf es nicht älter werden als 2 Jahre. Die Schule für die Kinder muss etwas besonders sein, wo doch schon der Kindergarten zweisprachig war. Der Umzug aus der 4 Zimmer Wohnung in das eigene Haus (selbstverständlich nach den eigenen Vorstellungen gestaltet und mit Designerküche) ist immer noch kaum verkraftet. Und damit Papa das alles bezahlen kann: Die Karriere hat nur eine Richtung: Nach oben. Einer Fach-Arbeit nach zu gehen reicht nicht. Wer es zu etwas bringen will, muss Führungskraft werden und das mit Ambitionen in die oberen Führungsetagen. Weil da die Luft manchmal recht dünn wird, werden die Ellenbogen ausgefahren. Aber auch dieser Kampf macht müde. Und wer so einmal inne hält und auf sein Leben zurück blickt, der wird sich fragen: Wozu? Die Antwort lautet: Mehr, mehr, mehr…
Und wenn nicht mehr geht? Dann kommt die Angst. Dass es nicht reicht. Es nicht zu bringen. Dass das dauerhafte Anhäufen von Statussymbolen einfach nicht mehr weiter geht. Und was dann folgt ist der innere Antrieb: „Streng dich mehr an“ oder „Du musst perfekt sein“. Wenn man genauer hin sieht ist jede Angst im tiefsten Grunde eine Angst vor Verlust…

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Immer wieder begegne ich Menschen, die eine gewisse Organisations-verdrossenheit an den Tag legen. Sie sagen, dass Organisationen in unseren Zeiten entmenschlicht seien. Sie fühlen sich so, als ob sie als ganzer Mensch keinen wirklichen Platz haben, aber es wird mehr als der ganze Mensch darin jeden Tag von ihnen verlangt. Sogar Organisationsexperten wie Rudi Wimmer benutzen den Fachausdruck „Entgrenzung“. Nach dieser Betrachtungsweise sorgen vor allem die „neuen“ Kommunikationsmedien und Endgeräte dafür, dass Menschen quasi 24h erreichbar und für die Organisation verfügbar sein können und sich damit dann mehr als nur verpflichtet fühlen. Einige meiner Coachingklienten kommen zu mir mit ähnlichen Erlebnissen: Die übermächtige Organisation lässt vermeintlich keinen Platz mehr zum Atmen. Das Gefühl stellt sich ein „ich bin nur noch ein Rädchen im Getriebe…“. Wie es dann weiter gehen kann lesen Sie hier…

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