Kategorie: Führung

Es gibt wahrscheinlich in Deutschland 60 Millionen Fußballnationaltrainer, die es alle besser wissen als Yogi Löw 😉
Dieser kurze Artikel ist NICHT so gemeint. Ich glaube, dass man als Fußballbegeisterter erst einmal anerkennen muss, was gerade mit unserer Nationalmannschaft so los ist. Es ist nach dem Weggang entscheidender Personen nicht mehr die selbe Mannschaft. Sie muss erst wieder als solche zusammen wachsen und heutige Lücken dürfen sich schließen.

Was aber aus systemischer Sicht interessant ist und für mich auch als Analogie für jede Art von Organisation taugt, das möchte ich hier kurz beschreiben. Ich mache das an zwei Schlüsselrollen fest, die offenbar nicht mehr angemessen besetzt sind.

Schlüsselrolle 1: Regie

Wenn keiner mehr von hinten oder auch von vorne aber meistens aus dem Mittelfeld auf dem Platz Regie führt, dann fehlt die Koordination der Angriffe und die Kompaktheit der Verteidigung. Das Umschalten fällt auch schwer. Man sieht, dass der alte Kapitän Philipp Lahm dort enorme Fähigkeiten hatte. Schweinsteiger nimmt seine Rolle vor allem auf der sozialen Seite wahr, weniger auf einer strategischen. Gute Regie braucht aber beides.

Schlüsselrolle 2: Abschluss

Wer fühlt sich zuständig dafür einen guten Abschluss hin zu bekommen. Eigentlich sollte das vorne wirklich jeder können. Aber ohne Regie kommt man vorne gar nicht in die Kraft. Entscheidend ist also nicht nur der Druck und Wille von allen nach vorne zu gehen, sondern wirklich auch echte Tore zu schießen. In meinem Berufsfeld heißt das: Wer z.B. Ausbildungen macht, sollte vor allem im Seminarraum vor den Teilnehmern überzeugen und nicht nur in der Entwicklung von klugen Konzepten. Zu Forschung & Entwicklung auf Modellebene gehört die gute Didaktik.

In our Berlin session of a leadership program we tapped the topic of internal barriers that keep people from delivering performance up to their full potential. It is even more intriguing to find out that you are that person. All in a sudden there appears to be what I would call as a metaphor „the Berlin Wall I your head „. The internal mechanism really works similar: an unconscious internal part of the psyche is opposing the conscious one. Often these „parts“ have very old roots and where pretty well functioning at the time they came into play. The concept is actually called „Ego State“ in contemporary research and application. So even if it is unpleasant to become aware of an internal barrier, most of the time the inner territory stays invisible. Like if you would stand in front of a piece of the former Wall in Berlin. This wall was actually built to protect the territory. Again, that is pretty much the same internal mechanism. As history as well as applied Psychology shows: It is possible to tear down walls without loosing territory. In fact the two separated nations became one. And still you can experience differences. What was the clue? It was all about keeping the faith AND keeping the attention focused on a friendly fusion of the things that seem to be apart. It might help to not focus on the wall so much but more on the attached territory. I am sure you understand what I mean and hope that this description was helpful…

Vor drei Wochen hatte ich ein wenig Urlaub und wenn ich schon mal Freizeit habe, dann lese ich schon mal gerne einen Krimi in englischer Sprache. Dabei stolperte ich über einen Satz, der mich zum Nachdenken brachte: Der Protagonist (= Bösewicht) begegnete einer Gruppe von Bösewichtern (das sind die besten Krimis) ohne direkten Kontakt. Aus der Ferne versucht er sie einzuschätzen und legt dabei eine interessante Dichotomie über das was er sieht: Ist jemand ein „Talent“ oder ist er Teil des „Managements“? Wo definieren Sie sich hin? Warum diese Einteilung heute in unseren Unternehmen zu finden ist und warum das aus meiner Sicht immer weniger Sinn macht lesen Sie in diesem Artikel…

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Es ist eine wichtige Leitungsaufgabe regelmäßig die Kostenpositionen einer Organisation zu validieren. Regelmäßiges und vor allem sinnvolles Sparen ist aus meiner Sicht wichtig. In meiner kleinen Organisation lösen wir das Thema dadurch, dass wir einmal im Jahr unsere Kostenpositionen auf Übergewicht überprüfen und Sparmaßnahmen einleiten – ganz ohne Not. Meistens geht man dadurch einmal durch die Kostenpositionen der GuV-Rechnung aus dem Jahresabschluss und bekommt sehr schnell ein Gefühl dafür, wo Sparpotenzial möglich ist. Im Prinzip funktioniert klassische Unternehmensberatung auch so. Einfach mal alle Posten in Frage stellen und auf Plausibilität durchleuchten. Was aber nicht ein einer GuV-Rechnung steht und unheimlich viel Geld kostet kann als Transaktionskosten bezeichnet werden. Ich würde sehr gerne mal einem Unternehmen vorschlagen einmal zu berechnen was eine schlechte Entscheidungskultur kostet und im Gegenzug immer wieder unterschiedliche Kulturausprägungen auf ihren verschwenderischen Charakter zu durchleuchten… Ein Beispiel…

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Nach dem letzten Artikel war der Eindruck dieses kleinen Unfalls immer noch tief in mir. Nicht nur körperlich war ich erschüttert, sondern auf eine besondere Art stand ich die letzten Tage immer wieder neben mir um zu sondieren, zu prüfen, zu ergründen, dem Ganzen nach-zudenken. Bis mir heute etwas Interessantes dazu einfiel: Ich komme auf einen Gedanken und ein Lebensgefühl zurück, das mich in seiner Fülle und auch in seinem Wechselbad immer wieder maßlos erstaunt: Die Führung durch das Leben.

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After the successful seminar last week I traveled home pretty happy . I feel very privileged to work like this: Touching people – or better: Preparing them so they can deep dives and touch themselves and other participants. So dear participants of last week’s workshop: This blog article is for you…

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Führung durch Abgrenzung

Führung ist immer wieder ein interessantes Phänomen. Ohne Führung scheint es nicht zu gehen: Sozialpsychologische Studien zeigen, dass führungslose Gruppen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen schnell eine informelle Führungsperson wählen. Moderne Personalauswahl und Managementdiagnostik funktioniert allerdings nicht so. In vielen Unternehmen werden die besten Fachleute aus Gründen der „Perspektive“ auch heute noch in Führungspositionen gebracht. So entwickelt sich oft ein „kollegialer“ Führungsstil und der ist dann in vielen Fällen der Anfang vom Ende…

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Über einen guten Bekannten bin ich auf einen Film im Internet über Rudolf Wötzel aufmerksam geworden (danke Gerhard!), der für Fachleute und Interessierte sicher spannend ist:

Hier geht’s zum Film „Bankers Blues“

Portraitiert wird ein Investmentbanker, der seinen Sinnverlust erzählt und darüber, wie er im Anschluss daran weiterlebte. Für alle die mit den ISB-Wiesloch Konzepten vertraut sind kann man dort sehr schön sehen wir sich der gelebte Dilemma-Zirkel nach und nach seelisch auswirkt und zum inneren Ausstieg führte. Allerdings wird auch sehr deutlich, dass alle Aktivitäten die durch einen Sinnmangel ausgelöst werden nicht zur Besserung führen, wenn man nicht auch gleichzeitig sein Bewusstsein verändert…

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Führung ist für mich ein elementares berufliches Thema. Ich darf mit Führungskräften arbeiten und fühle mich verantwortlich für Lernprozesse nach denen sich meine Teilnehmer ihren Führungsaufgaben wesentlich besser stellen können. Viel zu oft erlebe ich Unternehmen, die gerne von uns Trainern möchten, dass wir den Führungskräften sagen wie es geht und sie mit Rezepten vertraut machen. Oder noch besser: Unsere eigene Führungserfahrung einbringen. Ich habe von beidem eine Menge: Viele Rezepte, viel eigene Führungserfahrung. Und eigene Lernerfahrung, denn ich lerne heute noch, mache meine Fehler, bin nicht der perfekte Chef.

Der beste Lehrmeister aus meiner Sicht ist jedoch das Leben selbst, wenn man offen ist solche Lernerfahrungen zu akzeptieren und sie in sein eigenes Denken & Handeln einfließen zu lassen…

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