Berufliche Meisterschaft II

In meinem letzten Blogartikel habe ich ja sehr klar die These vertreten, dass berufliche Meisterschaft auch bedingt, sich die Werkzeuge zu wählen und zu eigen zu machen, mit denen man sich umgibt. Dabei geht es darum die Werkeuge nicht nur so zu akzeptieren, wie sie sind, sondern sie in einen besonders brauchbaren Zustand zu versetzen.
Neben der Brauchbarkeit ist mir noch etwas anderes wichtig: Ästhetik und Bedienbarkeit gehört ebenfalls dazu.
Wer in Wikipedia Ästhetik nachschlägt, der wird vielleicht überrascht sein, dass Ästhetik als „Lehre der Wahrnehmung bzw. vom sinnlichen Anschauen“ definiert ist. Es ist dort ebenso von der alltagssprachlichen Verwendung des Wortes zu lesen, nach der es vor allem verwendet wird, wenn Menschen von etwas in positiver Weise sinnlich angesprochen werden, in der Regel in der Art, dass sie es als schön oder sogar geschmackvoll erleben. In diesem Artikel verwende ich es ebenfalls in der Art und Weise der positiven sinnlichen Wahrnehmung. Ich für meinen Teil weiß von dem Effekt der Aufmerksamkeitsfokussierung: Es ist in meinen Augen eine der wichtigsten Fähigkeiten eines Menschen zu lernen, seine Aufmerksamkeit zu fokussieren. Dazu gehört z.B. dazu darauf zu achten, welche Informationen man sich vor dem Schlafen gehen in den Kopf tut, weil man mit Sicherheit seine Schlafqualität beeinflusst, indem man sich noch den einen oder anderen Krimi oder die schlimmen Ereignisse des Tages durch die eine oder andere Nachrichtensendung betrachtet. Wer seine Regie abgibt, braucht sich nicht zu wundern, wenn man ferngesteuert wird… Hier geht es jedoch noch um eine andere Klasse von Tools, die wir auch zu unserem Besten einsetzen können: Elektronische Medien. Nachdem es bereits tragbare Computer in unsere Aktentaschen geschafft haben, kann man ja mittlerweile ein ganzes Arsenal an elektronischen Hilfsmitteln mit sich tragen. Z.B. entsteht dieser Artikel gerade auch mit Hilfe eines iPads. Seit ich nicht mehr im Großkonzern arbeite und das sind mittlerweile über 10 Jahre, bin ich wieder für meine IT selbst verantwortlich. Und ich empfinde mich einerseits als Poweruser, d.h. ich arbeite einfach gerne mit elektronischen Hilfsmitteln. Vielleicht kommt da einfach auch noch der Spieltrieb durch, den ich schon immer empfand bei der Arbeit mit Computern. Da ich selbst aber auch viel mit Text und Bildern arbeite, möchte ich euch heute ein Tool vorstellen, mit dem ich die altertümlichen Zeiten einer Textverarbeitung hinter mir lassen kann. Ja, ich brauche hin und wieder trotzdem noch Word oder Pages bei Mac um Texte zu formatieren. Diese Werkzeuge sind aber mit Formatierungsfunktionen so sehr überladen, dass sie dem kreativen Schreiben von Texten tatsächlich entgegenwirken. Seit geraumer Zeit erstelle ich meine Texte mit etwas ganz anderem: Dem Werkzeug Ulysses das einer ganz anderen Philosophie folgt.

Es will nämlich dafür sorgen, dass ich meine ganze Aufmerksamkeit auf die Erstellung von Text richten kann und Formatierung quasi „nebenbei“ entsteht oder eben auch manchmal unterbleibt, weil der Text ja wirken soll und nicht die hervorgehobenen Worte. Das gilt vor allem, wenn man in Ulysses soweit ist, dass man den Text wirklich schreibt. Dann ist auch nur dieser Text zu sehen und *sonst nichts* Sogenannte „Mark-ups“, das sind Zeichen, die bestimmte Formatierungen auslösen (z.B. ## steht für Überschrift 2) können mit der Tastatur schnell getippt werden und wer sich einmal in kurzer Zeit daran gewöhnt hat, der schreibt in großer Geschwindigkeit viel Text.
Aber Ulysses ist noch mehr: In Verbindung mit einem Cloud Speicher (bei mir der iCloud von Mac) entsteht eine Textdatenbank in der alle Textansammlungen entstehen und verwaltet werden. So schreibe ich meine Blogartikel (und kann immer mal wieder nachsehen, über was ich geschrieben habe) genau so, wie meine Buchvorhaben. Ulysses übernimmt für mich die Organisation der Kapitel und erlaubt mir immer wieder eine schnelle Übersicht. Für mich eines der genialsten Werkzeuge für diese kreative Arbeit. Selbst Flows Vorträgen, die sich später in Powerpoint-Folien widerspiegeln entwickle ich in Ulysses vor und übertrage sie dann zum Feinschliff in die Microsoft-Applikation.
Ich habe vor meiner Entscheidung für andere Werkzeuge einiges ausprobiert. So eben auch Ulysses, für das es eine Demoversion gibt, die 10 Arbeitsstunden nutzbar ist. Allerdings wurde mir sehr schnell der Nutzen klar. Ich kann nur jedem, der gerne wirklich konzentriert schreiben möchte Ulysses empfehlen…
Mehr dazu hier: https://ulyssesapp.com/
Und by the way: Ulysses ist „made in Germany“, mit einem sehr sympathischen und hilfsbereiten Entwicklerteam: https://ulyssesapp.com/team/
Ich mag einfach unternehmerische, kreative Leute, die in kleinen Unternehmen einen wirklichen Beitrag leisten. Das Ulysses-Team tut das auf jeden Fall und kann sich mit seiner App sehen lassen…

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