Papa, manches kann ich, manches kann ich nicht, das kannst Du nicht immer auseinander halten

Das war ein Ausspruch meiner Tochter, der mich einfach mal ziemlich verblüfft hat. Dass eine bald 4-jährige zu so einer Reflexion fähig ist finde ich grandios.

Natürlich hat sie recht: Ich bin als Vater häufig damit beschäftigt, einzuschätzen ob sie bestimmte Dinge kann oder nicht. Ob es sich um die Bewältigung eines Klettergerüstes handelt oder ob das Eis ohne Geschlabber in den Mund passt oder auch die Verkehrssituation zu einer kleinen Verkehrsteilnehmerin mit Laufrad passt, ja, auf diese Einschätzung verwende ich oft meine Aufmerksamkeit. Dabei lasse ich allerdings manchmal (wie in der Situation in der sie mir diese Analyse zum Besten gab) außer Acht, dass sie sich ja ständig weiter entwickelt! Es vergeht keine Woche (und wenn ich genau nachsehe kein Tag) ohne Entwicklung. Woran bemerke ich, dass sie es nicht kann oder nicht kann? Oder vielleicht ist sie damit beschäftigt es zu lernen, aber kann es einfach nicht so wie ich das erwarte? Dieser Satz macht mich noch ganz anders nachdenklich. Zwar sind meine Mitarbeiter und Kollegen nicht meine Kinder, aber sie entwickeln sich auch. Kann ich können von nicht können wirklich auseinander halten? Und vielleicht lohnt es sich, dazu im Kontakt und Dialog zu sein…

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