system worx Summer School 2013 Teil 1: Form follows function

Zum zweiten mal in der Geschichte unseres Beratungsunternehmens führen wir nun im Sommer 2013 die sogenannte „Summer School“ durch. Damit ist aus einer guten Idee so etwas wie eine Tradition geworden. Die Grundidee ist: Für 3 Tage kommen alle Beraterinnen und Berater aus dem Partnerkreis nach München und wir lernen von- und miteinander. Jeder Teilnehmer bringt etwas mit was ihn oder sie im vergangenen Jahr inspiriert hat und so entsteht ein Programm aus lauter inspirierenden Teilen. Ich möchte das Ergebnis vorweg nehmen: Die Tiefe unserer kollegialen Beziehungen und die Qualität der Inhalte haben meine Vorstellungen davon, was möglich ist, weit übertroffen – und ich traue allen Beteiligten eine ganze Menge zu. Das Konzept des gegenseitigen Vertrauens hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt, auch wenn Freiwilligkeit und Selbstverantwortung auch Raum für Ent-täuschung lassen. Viele von uns wurden füreinander in ungeahnter Art und Weise sichtbar und das war überwältigend. Als Beratergruppe haben wir dabei an viel Qualität gewonnen. Am ersten Tag sind wir allerdings von unserem Vorhaben in einer Art abgewichen: Wir haben uns einen „externen“ Trainer engagiert: Unser Dank an Dich lieber Edgar. Das Ziel: Etwas von der Kunst zu lernen, die unsere Worte und Konzepte auf Flipchart Papier bannt. Und dabei haben wir auch Ungeahntes gelernt und sind miteinander einen riesigen Schritt weiter gekommen.
Um 9 Uhr Montag morgens ging es schon gut los in einer Erwartungsrunde: Und dabei trat zu Tage, was ich von vielen meiner Beraterkollegen schon kenne: Eine Portion Skepsis mit der Lustangst sich dem Thema spielerisch zu nähern. Warum sollte man seine wertvolle Zeit damit verbringen, hochwertige Flipcharts zu erstellen? Das machen doch nur andere, die mit der hochglänzenden Form von ihren mangelhaften Inhalten ablenken wollen. Außerdem: Bei so viel Hochleistung vor dem Kunden, wo soll da bitteschön noch der Aufwand seinen Platz haben. Und: Ist denn heute nicht sowieso schon alles auf Powerpoint? Flipcharts sind aus Papier und damit ein flüchtiges Gut. Einmal erstellt kann man sie vielleicht mehrfach nutzen, aber am Ende des Tages muss man sie wegschmeissen und dann auch wieder neu machen. Das ist doch vielleicht nicht nachhaltig…
Ja, und dann kam Ed und hat mit unseren Vorurteilen aufgeräumt und uns regelrecht begeistert. Man kann mit wenig Aufwand viel erreichen. Und ja: Die Papiere sehen dann so gut aus, dass sie noch einen viel größeren Wert ausstrahlen und es einem wirklich weh tut, sie weg zu werfen. Seit Montag hängt deshalb in unseren Seminarraum wirklich so etwas wie Kunst am Flipchart. Und merkwürdigerweise mussten wir gar keine Gruppendiskussion um Standardisierung führen. Wir waren uns am Ende des Tages alle einig: Das was wir gemeinsam gelernt haben ist unser neuer Standard und das miteinander weiterlernen wie unsere Papiere als unsere Aushängeschilder gestaltet werden gehört zu diesem Standard genau so dazu, wie die Nutzung einer lesbaren Flipchart Schrift. Und eine persönliche Erkenntnis möchte ich hinzufügen: Jetzt wo ich gelernt habe, dass es gar nicht so schwer ist wirklich richtig gute und hochwertige Flipcharts zu erzeugen… Jetzt wo ich weiss, dass sich das mit endlichem Zeitaufwand auch von einem wie mir bewältigen lässt… Jetzt wo ich erfahren habe, dass ich das auch kann und eine positive Wirkung bei meinen Teilnehmern wie bei mir selbst nicht ausbleibt… Jetzt wo ich weiss, dass es fast schon ein meditativer Teil der Vorbereitung meiner Workshops sein kann, jetzt wo ich das alles weiss, warum sollte ich das nicht stärker praktizieren? Wenn sich dieser Schwung aus diesem ersten Tag noch eine Weile halten lässt, dann hat sich die Investition wirklich richtig gelohnt…

Hier noch zwei Beispiele:

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