Das Gesundheitsbild als Methode und die Weisheit seines Erfinders: Harry Merl

Vor vielen Jahren bin ich am Institut für Systemische Beratung „in die Lehre gegangen“ und habe dort den Grundstein für meinen heutigen Beruf gelegt. Hans Finck und Bernd Schmid habe ich viel zu verdanken. In den letzten Jahren war ich immer wieder auf der Suche nach klugen oder weisen Menschen. Dabei bin ich durch einen lieben Freund auf einen zurückhaltenden älteren Herren (immerhin schon 76 Jahre jung) gestoßen: Harry Merl. Ich freue mich sehr, dass es mir gelungen ist, ihn nach München in mein Institut einzuladen. Er wird uns am 12. bis 13 Mai 2011 durch sein Seminar zum „Gesundheitsbild“ leiten. Dabei ist die Methode sicherlich interessant und hilfreich. Viel spannender finde ich es jedoch, ihn wieder erleben zu dürfen. Er ist für mich so etwas wie ein „Alpen-Milton-Erickson“ wobei er den Kultstatus der sich um die Figur des Milton Erickson rankt sicherlich rundweg ablehnen würde. Dafür ist er einfach zu bescheiden. Schade eigentlich, denn er hat mit seiner Art zu arbeiten unschätzbares zu bieten…

Vielleicht an dieser Stelle eine Beschreibung der Arbeit von Harry: Methodisch gesehen ist die Arbeit mit dem Gesundheitsbild eine verdeckte Aufstellungsarbeit. Die Leitidee des Gesundheitsbildes ist in meinen Worten die einer Imagination des eigenen gesunden Seins, die durch Bodenanker geleitet und geführt wird. Ganz so technisch ist es allerdings nicht wie sich das liest. Es geht darum die Kreativität und Vorstellungskraft eines Klienten zu fördern und dadurch die eigene Gesundheit „greifbar“ und „begehbar“ zu machen. Schon die erste Arbeit im Plenum mit Harry war seinerzeit sehr eindrücklich.

Bereits in der Peergroup der Systemischen Beraterinnen und Berater in München habe ich vor einigen Wochen einen Abend zur Arbeit mit dem Gesundheitsbild gestaltet.

Wir haben die heutige Form des Gesundheitsbildes (die Arbeit mit den bunten Blättern auf dem Boden und die Begleitung durch den Berater oder Coach) besprochen und damit gearbeitet. Mein Eindruck war, dass bei vielen Überraschungen und Aha-Erlebnisse zu sehen waren, bei manchen allerdings auch ein offener Suchprozess angestoßen wurde…

Jenseits aller Möglichkeiten ist es aber sehr interessant Harry bei seiner Arbeit zu beobachten oder gar selbst in der Klientenrolle zu sein. Mittlerweile sind wir gut miteinander bekannt und wir „Jungen“ haben den Eindruck von dem „Alten“, dass er ein wirklich weiser, systemisch arbeitender Mann ist, von dem wir alle viel lernen können. Mit heute 76 Jahren steht ihm glaube ich dieser Rolle auch wirklich zu 😉

Bei jeder Begegnung mit Harry Merl wird mir jedenfalls immer sehr deutlich, wie heilsam und hilfreich Haltung ist in der Arbeit mit Menschen. Das „Design“ oder die „Vorgehensweise“ ist sicher wichtig, entscheidend ist die Art und Weise der Umsetzung. Ich habe selten einen Menschen gesehen, der so vorbehaltlos und liebevoll mit anderen arbeitet.

Daneben hat er in seiner Bescheidenheit einige wirklich wertvolle Beratungskonzepte entwickelt, z.B. den „Traum vom Gelungenen Selbst“ (TGS) das als Modell in der Entwicklungsberatung von Menschen hilfreich ist.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass wir Harry Merl zu einem Workshop nach Deutschland eingeladen haben. Der Workshop ist schon gut gebucht, es sind noch wenige Restplätze vorhanden. Wen das interessiert, hier der Link zur Veranstaltung:

http://www.berater-stark-machen.de/seminare/gesundheitsbild.html

Weitere Informationen zum Gesundheitsbild auch auf unserer Webseite: http://www.gesundheitsbild.de/

Ich freue mich, dass wir Harry Merl die Reise zumuten können und glaube allerdings auch, dass sich das nicht wiederholen lässt. Von daher ist es das Anliegen meines Freundes Thilo und mir diese Art zu arbeiten und die Konzepte zu bewahren und für andere nutzbar zu machen. Uns erstaunt immer wieder dass sich das bisher nicht weiter verbreitet hat.

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